WHITEPAPER

Wie Awareness zu Pipeline beiträgt und Wirkung auf Umsatz nachweisbar wird

Ein praxisnaher Leitfaden für Marketing-Entscheider im deutschen B2B-Mittelstand, die Reichweite nicht nur günstig aufbauen, sondern ihren Beitrag zu Pipeline und Umsatz belastbar nachweisen wollen.

Executive Summary

81 % der B2B Customer Journey passieren, bevor Käufer mit dem Vertrieb sprechen1. Awareness entscheidet damit, welche Anbieter überhaupt auf die Shortlist kommen. Wer in dieser Phase nicht präsent ist, kann am Ende des Funnels auch nicht gewinnen. Trotzdem ist Awareness systematisch unterbewertet: Die Effekte nach einer Impression gelten als schwer messbar, Budgets werden kurzfristig geplant, und ohne saubere Messung gibt es keinen belastbaren Nachweis und damit keine weitere Investition.

Genau diesen Fragen widmet sich dieses Whitepaper. Auf welchem Paid-Advertising- Kanal lässt sich Awareness im deutschen B2B-Mittelstand günstig und wirksam generieren, und wie wird der Return bis zum Umsatz nachgewiesen? Im Zentrum stehen vier Kanäle: LinkedIn, Meta, Google Display und YouTube.

Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Ein niedriger CPM ist kein verlässlicher Erfolgsindikator. Meta zum Beispiel wirkt mit einem CPM von 4,00 – 20,00 € auf den ersten Blick deutlich günstiger als LinkedIn mit 20,00 – 35,00 €. Sobald jedoch die ICP- Match-Rate einbezogen wird, relativiert sich das Bild. LinkedIn erreicht mit präzisem Targeting oft über 80 % der Zielkontakte, Meta im B2B Kontext häufig nur 20 %. Der Cost per Relevant Impression liegt damit auf beiden Plattformen in einer ähnlichen Größenordnung. Die richtige Metrik ist nicht der Tausender-Kontaktpreis, sondern die Kosten pro relevantem Kontakt oder beeinflusstem Account.

Für günstige Reichweite mit Video sind Meta und YouTube die starken Kanäle. Für präzises B2B-Targeting, Account-Based Marketing und genaue Auswertung in der Plattform ist LinkedIn erste Wahl. Google Display ergänzt den Mix als günstiger Frequenzverstärker und Retargeting-Kanal.

Der Return aus Awareness lässt sich über das Konzept des Marketing Lifts und der Influenced Pipeline nachweisen. Wir fokussieren in diesem Whitepaper auf den Marketing Lift, weil er die Debatte von „hat Marketing geholfen?” auf „um wie viel Prozent haben Deals mit ausreichend Marketing-Involvement die statistische Erwartung übertroffen?” verschiebt. Die Auswertung zeigt anhand realer Kampagnendaten: Deals mit mittlerem Marketing-Involvement von 8 bis 15 Touchpoints erwirtschaften bis zu 37 % mehr Umsatz, als unter statistischen Durchschnittsbedingungen zu erwarten wäre. Ab einer ausreichenden Touchpoint-Frequenz, dem sogenannten Sufficiency Level, greift der Marketing-Effekt messbar auf Win Rate, Deal-Größe und Umsatz durch.

Die fünf wichtigsten Erkenntnisse
  • CPM allein ist kein Erfolgsindikator. Die bessere Metrik für Awareness ist der Cost per Relevant Impression oder der Cost per Influenced Target Account. Erst sie machen Kanäle mit unterschiedlicher ICP-Match-Rate vergleichbar.
  • LinkedIn ist teuer, aber pro relevantem Kontakt oft konkurrenzfähig. Ob LinkedIn oder Meta der effizientere Kanal ist, hängt vom ICP, dem Messaging und der Formatwahl ab. Pauschale Aussagen sind im deutschen B2B-Mittelstand selten belastbar.
  • Günstige Awareness braucht Video. Auf Kanälen mit niedrigem CPM, allen voran Meta und YouTube, entfalten Videoformate ihre volle Wirkung. Auf LinkedIn bestätigen unsere Kampagnendaten dagegen, dass Videoformate nicht zu den stärksten Formaten gehören.
  • Awareness braucht Zeit und Frequenz. B2B-Kaufzyklen dauern im Schnitt 272 Tage, von denen 81 % vor dem ersten Sales-Kontakt liegen.2 Eine Zwei-Wochen- Awareness-Kampagne hat in diesem Zyklus keine Chance, messbar zu wirken. Wirksame Awareness-Strategien werden auf Quartale und Jahre gedacht, nicht auf Wochen.
  • Der Return von Awareness ist messbar. Branded Search, Direct Traffic, Influenced Pipeline und Marketing Lift liefern belastbare Nachweise der Kampagnenwirkung. Voraussetzung sind Multi-Touch-Attribution und ein sauberer CRM-Abgleich zwischen Marketing und Sales.
Highlights aus dem Whitepaper

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