LinkedIn oder Meta fürs B2B-Retargeting? Warum Retargeting-Erfolg kanalabhängig ist

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LinkedIn oder Meta, welcher Kanal eignet sich besser fürs B2B-Retargeting? Die ehrliche Antwort lautet: Das lässt sich nicht pauschal beantworten, denn Retargeting-Erfolg ist kanalabhängig. Was auf einem Kanal überzeugt, muss auf einem anderen nicht funktionieren.

1. Eine Erfahrung aus der Praxis

In einem Case von Deep Blue Growth zur Lead Generierung wurde dieselbe, über die Website aufgewärmte Audience parallel auf LinkedIn und Meta retargetet. Das LinkedIn-Retargeting senkte den Cost per Lead drastisch, in einzelnen Segmenten um bis zu 91 Prozent. Das Meta-Retargeting derselben Audience überzeugte dagegen nicht. Auf Meta lieferten fast immer Kampagnen bessere Ergebnisse, die innerhalb einer plattformeigenen Audience blieben, statt eine über die Website aufgewärmte Zielgruppe direkt zu retargeten.

2. Wann LinkedIn die richtige Wahl ist

LinkedIn ist der präziseste B2B-Kanal. Das Targeting nach Funktion, Branche und Unternehmensgröße ist unschlagbar, und aufgewärmte Audiences lassen sich hier besonders günstig in qualifizierte Leads wandeln. Der Klick ist teuer, aber die Lead-Qualität ist die höchste. Für die präzise B2B-Conversion im Retargeting führt an LinkedIn selten ein Weg vorbei.

3. Wann Meta die richtige Wahl ist

Meta punktet über den Preis. Mit sehr niedrigen CPMs eignet sich der Kanal als günstiger Frequenzverstärker, um Vertrauen und Wiedererkennung aufzubauen. Am stärksten ist Meta oft, wenn du innerhalb plattformeigener Audiences arbeitest, etwa Video-Viewer erneut ansprichst, statt Website-Besucher direkt zu retargeten. Für den günstigen Aufbau vieler Touchpoints ist Meta wertvoll, für die harte Conversion eher LinkedIn.

4. Die Kombination aus beiden

In vielen Setups spielen beide Kanäle zusammen: LinkedIn liefert die präzisen ersten Klicks und die späteren Conversions, Meta übernahm günstig die Frequenz dazwischen. Entscheidend ist, jedem Kanal die Rolle zu geben, die er am besten erfüllt, statt von einem Kanal alles zu erwarten.

5. Was du testen solltest

  • Teste LinkedIn- und Meta-Retargeting getrennt und vergleiche sie am Cost per MQL, nicht an der Click-Through-Rate.
  • Prüfe auf Meta, ob plattformeigene Audiences besser abschneiden als das Retargeting von Website-Besuchern.
  • Ordne LinkedIn die Conversion und Meta die günstige Frequenz zu, statt beide gleich zu behandeln.
  • Bau eigene Benchmarks auf, denn dein Ergebnis kann von allgemeinen Benchmarks und Empfehlungen abweichen.

6. Häufige Fragen

Ist LinkedIn oder Meta besser fürs B2B-Retargeting?

Das hängt vom Zweck ab. LinkedIn liefert die präzisere B2B-Conversion und höhere Lead-Qualität, Meta die günstigere Frequenz. In einem Case von Deep Blue Growth überzeugte LinkedIn-Retargeting deutlich, während Meta-Retargeting derselben Audience nicht funktionierte.

Warum funktioniert Meta-Retargeting manchmal nicht?

Meta erzielt oft bessere Ergebnisse innerhalb plattformeigener Audiences, etwa mit Video-Viewern, als beim direkten Retargeting von Website-Besuchern, wenn es um Lead Generierung geht. Retargeting-Erfolg ist abhängig vom Kanal und Ziel und sollte pro Kanal und Zielstellung getestet werden.

Sollte ich LinkedIn und Meta kombinieren?

Ja, wenn Budget und Zielgruppe es zulassen. LinkedIn übernimmt die präzise Conversion, Meta die günstige Frequenz. So baust du mehr Touchpoints auf, ohne die Leadkosten zu treiben.

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Über den Autor. Moritz Spangenberg ist Geschäftsführer von Team sehr empfehlen und betreut mit seinem Team Marketingkampagnen für den deutschen B2B-Mittelstand, mit Fokus auf datengetriebenem Paid Marketing. Executive MBA der ESMT Berlin, über 20 Jahre Erfahrung aus Managementberatung und B2B-Digitalmarketing. LinkedIn-Profil.

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